|
Krebs:
Althochdeutsch crebiz, eigentlich "krabbelndes Tier". Im allgemeinen Sprachgebrauch übliche
Sammel-Bezeichnung für bösartige Geschwülste; medizinisch unterscheidet man entsprechend dem betroffenen Gewebstyp zum
einen das von den epithelialen Zellen der Haut, Schleimhaut und Organe ausgehende Karzinom (Carcinoma, Abkürzung Ca),
das auch im eigentlichen Sinn als Krebs bezeichnet wird, da es den überwiegenden Teil der bösartigen Geschwülste umfaßt.
Die weitergehende Differenzierung richtet sich nach dem Zelltyp (z.B. Plattenepithel-, Pflasterzell-,
Zylinderzellkarzinom), dessen Funktion (z.B. Deckepithel-, Drüsenepithel- oder Adenokarzinom) oder der Struktur (z.B.
Faser- oder Gallertkarzinom).
Eine weitere Form stellen die auf das mesenchymale Stütz- und Bindegewebe begrenzten
Sarkome (Abkürzung Sa) dar, die entsprechend ihrer Herkunft z.B. aus Knochen-, Knorpel-, Muskel-, Fettgewebe oder
faserbildendem Gewebe in Osteo-, Chondro-, Myo-, Lipo- oder Fibrosarkome unterteilt werden.
Auch Zellen, die in keinem
Gewebsverband zusammenhängen, können zu Krebs-Zellen entarten und betreffen als Hämoblastosen oder Retikulosen das
blutbildende oder das lymphatisch-retikuläre System (vor allem Leukämie, Plasmozytom, Lymphogranulomatose).
Mischgeschwülste sind aus verschiedenen Gewebstypen aufgebaut (z.B. das epithelial-mesenchymale Karzinosarkom).
Eine weitere Einteilung richtet sich nach befallenen Organen (z.B. Brust-, Gebärmutter-, Haut-, Leber-, Lungen-,
Magen-, Zungen-Krebs).
| | |