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 Kurzgeschichte  von  Dienstag 2.9.2014 
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Aus den Wurzeln leben

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Dienstag 2.9.2014Archiv

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Axel Kühner
Überlebensgeschichten für jeden Tag

Bäume, die wir in den Himmel wachsen sehen, zeigen nur einen Teil ihrer Wirklichkeit. Es gehört zu ihnen ein ebenso wichtiger, aber unsichtbarer Teil. Dunkel und geheimnisvoll liegen die Baumwurzeln in der Erde verborgen. Aus unsichtbaren Wurzeln steigt der Baum in seiner sichtbaren Form dem Licht entgegen.


   Jeder lebendige Baum wächst in zwei Richtungen, hinab in die Tiefe und hinauf in die Höhe. In dieser Spannung von sichtbarer und unsichtbarer Wirklichkeit, von Tiefe und Grösse, von Dunkel und Licht ereignet sich sein Leben. Die unsichtbaren Wurzeln ermöglichen den sichtbaren Stamm. Die Krone aus Ästen und Zweigen, Blättern und Früchten entspringt und entspricht dem verborgenen Geäst der Wurzeln tief in der Erde.
   Jeder Mensch, der wachsen und gross werden, sich entfalten und bestehen, wirken und Frucht bringen will, braucht die verborgenen Wurzeln, das tiefe Wohnen in Gott, dem Ursprung des Lebens. Gross zu werden, ohne tief zu werden, ist lebensgefährlich. Darum ist der verborgene Umgang eines Menschen mit Gott im Gebet, das Zurückgezogensein in die Wirklichkeit des unsichtbaren Geistes Gottes, das tiefe Hineinwachsen in die Liebe Jesu notwendig zum Leben.
   Darum zog sich Jesus immer wieder zum einsamen Gebet zurück. Sein Wirken nach aussen wuchs aus dem Empfangen ganz tief drinnen. Sein sichtbares Leben entsprang und entsprach dem unsichtbaren Einswerden mit der Kraft und Liebe seines Vaters. Wir können nur arbeiten, wenn wir auch beten. Wir können vor Menschen nur bestehen, wenn wir vor Gott gelegen haben. Wir vermögen nur grosse Dinge, wenn wir in einem grossen Herrn ruhen. Wir schaffen nur Neues, wenn wir uns auf dem kommenden Herrn besinnen. Wir werden den Stürmen des Lebens nur trotzen, wenn wir uns mit Jesus einsmachen.
   Wurzeln bedeuten für den Baum Lebensquelle und Lebenshalt zugleich. Der Glaube an Jesus, der verborgene Umgang mit Gott im Gebet, das Wohnen und Hineinwachsen in seine Worte und Gemeinde sind Lebensquelle und Haltgeber für uns. Aus diesen Wurzeln können wir leben, selbst noch im Tode.

                    Mach in mir deinem Geiste Raum,
                    dass ich dir werd ein guter Baum,
                    und lass mich Wurzeln treiben.
                    Verleihe, dass zu deinem Ruhm
                    ich Deines Gartens schöne Blum
                    und Pflanze möge bleiben.

                         (Paul Gerhardt)




Quelle: Axel Kühner, Überlebensgeschichten für jeden Tag, Aussaat Verlag
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