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Georg Pfurtscheller
Ein Tiroler in Wien
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KURZGESCHICHTE
Mittwoch 22.10.2014
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"Wie kommt ein Tiroler nach Wien?" Das ist eine der häufigsten Fragen, die mir in Wien gestellt wird. Meistens folgt dann noch die ergänzende Frage: "War es eine Frau?" Aber das ist eine längere Geschichte...

Die schöne Kindheit am Bauernhof im Stubaital
Der kleine Bauernhof meiner Eltern liegt im hinteren Stubaital in einem Dorf. Die meisten Bauernfamilien haben dort viele Kinder. In einer ORF-Reportage über das Stubaital wurde vor einigen Jahren die Aussage gemacht: "Im hinteren Stubaital haben die Bauern mehr Kinder als Kühe im Stall." Bei uns traf dies zu. Wir sind 5 Kinder und hatten damals 3 Kühe. Ich war der vierte Sohn und wurde 1956 geboren. Fast genau 11 Jahre nach mir kam noch eine Schwester zur Welt.

Die äußeren Lebensverhältnisse waren sehr einfach. Die Erträge des Hofes wurden nur für den Eigenbedarf verwendet. Um Geld für die Familie zu verdienen, musste mein Vater daher immer arbeiten gehen und die Landwirtschaft nebenbei führen. Er war abwechselnd im Steinbruch, bei der Wildbachverbauung, bei der Aufforstung, als Maurergehilfe, bei den Stubaier Gletscherbahnen und in einer Schmiede beschäftigt. Dadurch war er sehr wenig zu Hause. Meine Mutter besorgte die Arbeit im Haushalt und im Stall. Die Kindererziehung wurde hauptsächlich von ihr wahrgenommen. Meine Eltern haben bis auf sonntags immer von früh bis spät gearbeitet. Urlaub oder längere Erholung hat es für sie nie gegeben. Nur Sonntag nachmittags wurde nicht gearbeitet. In den kalten Wintermonaten ging es manchmal ein bisschen ruhiger zu. Meine Eltern führten ein entbehrungsreiches, sparsames, geordnetes und fleißiges Leben. Für Romantik, Beziehungspflege und Zärtlichkeit war kein Platz. Zu anstrengend waren die täglichen Anforderungen des Lebens.

Da mein Vater so wenig zu Hause war, mussten wir Kinder von klein auf immer kräftig zupacken. Am meisten gehasst habe ich als Kind das Austragen der "Stiefel". Stiefel nennt
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