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JerryLee



Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beiträge: 92
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Di 21.Jul.2009 11:08    Titel: Jahrestag Antworten mit Zitat

Diesen Samstag (25.7) vor zwei Jahren ereignete sich das Unglück mit den beiden Polizisten. Diesbezüglich geht es mir diese Tage nicht gerade gut. Alles kommt wieder hoch.... Am Samstag Vormittag lässt die Polizei einen Gedenkgottesdienst lesen. Hierzu wurde meine Frau und ich Eingeladen. Finde ich sehr nett. Abends, genau zur Unglückszeit, werden wir zusammen mit dem Polizeidekan zur Unglücksstelle gehen und Gedenken. Habe sehr Angst vor diesem Tag, aber es wird schon gehen....wie so vieles.
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Erwarte nichts vom Leben, nur so enttäuscht es dich nicht...
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JerryLee



Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beiträge: 92
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Do 12.Nov.2009 0:37    Titel: ... Antworten mit Zitat

Die Witwe des verstorbenen Polizisten war nun nach über zwei Jahren zum ersten mal an der Unfallstelle. Sie sah die von mir errichtete Gedenkstelle. Voller Zorn "befahl" sie dem Polizeidekan, das er mir sagen solle, das dieses sofort zu entfernen sei. Sie meinte, ich habe nicht das recht so etwas zu errichten. Als ihr der Dekan erklärte, das dieses mein Platz sei, um dieses Unglück zu verarbeiten, meinte sie, es sei ihr egal. Auch das viele Kollegen sowie die Eltern des verstorbenen oft zur Unfallstelle kommen und inne halten, ist ihr egal. Seither gehe ich nicht mehr zur Gedenkstelle. Diese Reaktion kann ich nicht verstehen.
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Zuletzt bearbeitet von JerryLee am Do 12.Nov.2009 15:16, insgesamt einmal bearbeitet
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Sale47



Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 285
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Do 12.Nov.2009 1:27    Titel: Unglückstelle Antworten mit Zitat

Lieber JerryLee,
lass der Frau einfach ihre Meinung und geh nachdem was Du für richtig entfindest. Verbieten kann Dir niemand dort hinzugehen.

Tiefpunkte sind keine Schlusspunkte, sondern Wendepunkte.

Gott ruft jedem von uns zu:
„Rufe mich an in der Not, und ich will dich retten […]“ (Psalm 50,15)

Habe mich trotzdem gefreut wieder von Dir zu lesen, auch wenn der Anlass nicht gerade erfreulich ist.

Ganz lieben Gruß von mir.
_________________
„Gestern ist vorbei, morgen ist noch nicht da, und heute hilft der Herr!.“
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JerryLee



Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beiträge: 92
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Di 02.März.2010 0:55    Titel: .. Antworten mit Zitat

Heute habe ich nun innerhalb von 2 Monaten zum zweiten mal die Klinik abgebrochen. Komme irgendwie mit den Menschen nicht mehr klar. Tabletten habe ich auch neue bekommen - Citalopram - mal schaun ob sich was ändert.
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Sale47



Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 285
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Di 02.März.2010 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo JerryLee,
trotz all Deiner unangenehmen Umstände, freue ich mich wieder etwas von Dir zu lesen.

Inwieweit Du meine damalige Nachricht gelesen hattest, entzieht sich meiner Kenntnis.
Du hast außerdem auch schon einige parallelen wie ich durchgestanden (Scheidung, Kinder u.s.w.).
Wie hat damals die AZ geschrieben:
„Es war ein tragischer Unfall, für den keiner die Schuld trägt“.
Das ist sicherlich richtig, aber als Beteiligter lässt es sich nicht einfach so wegwischen.
Wenn man dann abermals von Folgeerscheinungen der gleichen Art und Weise nochmals heimgesucht wird, ist es doppelt so schwer alles zu verkraften.
Hab Dir ja angeboten Dich mal bei uns zu melden.
LG
Sale
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JerryLee



Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beiträge: 92
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Mi 04.Aug.2010 15:22    Titel: . Antworten mit Zitat

Am 25.07 ist der Unfall nun drei Jahre her und doch sitzt er noch tief in mir. Es sticht noch immer in mir, wenn Polizisten zur Unglücksstelle gehen, oder wenn die Eltern des verstorbenen Polizisten zu besuch kommen.

Nach wie vor bin ich am überlegen, ob ich den unbedingt am Unglücksabend die Polizei rufen musste ?! Und warum, konnte ich dem verstorbenen Polizisten nicht mehr helfen ?! Was habe ich falsch gemacht ?!

Egal was an diesem Abend passierte, ich war schuld.... ich habe die Polizisten gerufen..... ich war als erstes an der Unglückstelle......


Klar sagen alle, das ich nichts dafür kann, dass ich richtig gehandelt habe.....und doch merke ich die schuld. Die schuld einem Menschen das Leben genommen zu haben...
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Silberring



Anmeldungsdatum: 31.08.2009
Beiträge: 460
Wohnort: Ba-Wü

BeitragVerfasst am: Mo 30.Aug.2010 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Sad

Hallo JerryLee.

Wie geht es dir jetzt gut einen Monat später nach dem Jahrestag?

Wünsche dir viel Kraft die Silberring.
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Spuren Im Sand...Zeichen Meiner Liebe, Die Dich Traegt Und Nie Verlaesst!
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JerryLee



Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beiträge: 92
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Mo 06.Sep.2010 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silberring,

irgendwie hab ich keine ahnung wie´s mir geht. Mal so, mal so. Habe so das Gefühl, das ich gerade am Fallen bin..... und nicht weis wo ich lande....
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JerryLee



Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beiträge: 92
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Fr 04.Feb.2011 11:57    Titel: .. Antworten mit Zitat

ist aufgabe feigheit....?
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Sale47



Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 285
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Fr 04.Feb.2011 20:35    Titel: Aufgeben - Feigheit Antworten mit Zitat

Hallo JerryLee,
es freut mich sehr DEINEN Namen wieder zu lesen. Machte mir schon echt Sorgen um Dich.
Lies einfach mal unter: http://www.sgipt.org/hm/hm_aufge.htm, vielleicht dient es als Hilfestellung?
Denke, wir haben alle für unser Leben ein besonderes „Päckchen“ abbekommen. Gut das man es vorher nicht kennt.
An unserer Vergangenheit lässt sich nichts mehr ändern, drum Bäume dich nicht voller Verzweiflung gegen Dein Schicksal auf und vergleiche Dich nicht mit anderen.
Du könntest Dich für den Rest Deines Lebens über Dein Schicksal beklagen und Tag und Nacht verfluchen. Aber genau das wäre das Falsche. Denn solange DU Dich gegen Dein Schicksal wehrst, solange wird es Dir täglich in Deiner Seele bohren.
Es gibt nur einen Ausweg aus der inneren Zerrissenheit: sich mit seinem Schicksal versöhnen. Aufhören, das Fremde, Beunruhigende und Schmerzende als etwas zu betrachten, das nicht zu einem gehört!
Mach das Gegenteil: Umarme, was Dich quält! Heiße willkommen, was Dir Angst macht – so wie Jesus Christus, der mit ausgebreiteten Armen da stand und alle willkommen hieß, die vom Rest der Menschheit abgelehnt wurden.
Nicht durch Ablehnen und Zurückstoßen findet man zu sich selbst, sondern durch Annehmen und Integrieren.
Behandle Deine Depression als einen altvertrauten Freund auch wenn es schwer fällt. Aber es wird leichter, wenn wir uns nicht mit anderen vergleichen. Egal was uns passiert ist oder fehlt – jeder hat seinen eigenen Wert, jeder ist einmalig und ohne Konkurrenz.
GOTT segne Dich.
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JerryLee



Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beiträge: 92
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Do 09.Jun.2011 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem nun Jahre vergangen sind und ich diese ganzen Sachen immer noch nicht verarbeitet habe, gehe ich nun erneut in eine Klinik. Ich hoffe das ich es diesmal schaffe.

Inzwischen habe ich meine beiden Firmen zugesperrt. Ich habe mich nicht mehr um die Geschäfte kümmern können.

Ein gutes gibt es: ich bin umgezogen und wohne nun nicht mehr an der Bahnstrecke...
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Sale47



Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 285
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Do 09.Jun.2011 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo JerryLee,
zuerst einmal hat es mich gefreut zu lesen, dass Du noch da bist.
Leider hast Du Dich ansonsten bei mir nie gemeldet, wofür Du sicherlich Deine Gründe hast.
Denke, dass Dein Umzug bestimmt eine Hilfe ist, sofern Du nicht wieder an eine Bahnstrecke gezogen bist. Ich, und sehr wahrscheinlich auch noch viele andere Forumleser drücken Dir die Daumen und wünschen Dir viel Erfolg für Deinen Klinikaufenthalt.

Man mag verschiedener Meinung sein, ob sich existenzerschütternde Erfahrungen und die scheinbare Zufälligkeit katastrophaler Ereignisse im Leben durch den Glauben an Gott oder religiöser Rituale beeinflussen oder bewältigen lassen. Ernst zu nehmen ist das Bemühen, das Erlebte und Erlittene in einen Zusammenhang einzuordnen, damit das persönliche Geschick trotz aller Tragik noch als Teil eines umfassenden Ganzen gesehen werden kann – und nicht nur einer bodenlosen Zufälligkeit ausgeliefert bleibt.
Man fühlt sich ohnmächtig und wütend, verzweifelt und allein und die „Warum“ - Frage taucht immer wieder auf, obwohl es keine wirkliche Antwort darauf gibt.
Manchen hat hier das Vaterunser geholfen. „Dein Wille geschehe...“
In diesem Sinne denke und hoffe ich für Dich
LG
Sale47
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JerryLee



Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beiträge: 92
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Do 30.Jun.2011 13:56    Titel: Überfordert Antworten mit Zitat

Seit nun 10 Tagen bin ich in der Klinik. Irgendwie fühle ich mich dort nicht sehr wohl. Ich sagte alles was mich bedrückt, und so wie ich bin, offen heraus. Aber ich wurde diesbezüglich bereits mehrfach von der dortigen Therapeutin dumm angeredet. Ich möchte aber nicht abbrechen. Möchte nicht wieder aufgeben bzw. der Looser sein.
Bin total überfordert....

Dazu kommt noch, dass ich wegen dem Unglück mit den beiden Polizisten eine Auszeichnung bekommen soll. Laut schreiben hat mich der Ministerpräsident Seehofer persönlich ausgewählt.
Das macht mich jetzt zudem fix und fertig. Soll ich´s annehmen.... soll´s ich ablehnen. ?????

Kenn mich nicht mehr aus. Wird mir alles zuviel.
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Sale47



Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 285
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BeitragVerfasst am: Fr 01.Jul.2011 1:12    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht die Auszeichnung anzunehmen, wenn dabei die Menschheit auch mal mitbekommt, welche jahrelange Auswirkungen diese erfolgte Hilfeleistung von Dir nach sich zieht.

JerryLee,
bleib Deiner Einstellung zur Offenheit und Ehrlichkeit treu, denn so kannst Du DIR selbst treu bleiben und das sollte DIR ein gutes Gefühl geben. Jemanden etwas vorzugaukeln bringt auf Dauer bestimmt viel Stress, denn keiner kann sich so gut verstellen, dass es nicht irgendwann ans Licht kommt. Dann kommt das Gewissen und fragt „Richtig“ oder „Falsch“? Ein Versager oder Verlierer bist Du ganz sicherlich nicht und brauchst Dich auch nicht als solchigen einzureihen!

Falls Du Hilfe oder Unterstützung brauchst bin ich gerne für Dich da.
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JerryLee



Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beiträge: 92
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Mi 13.Jul.2011 20:52    Titel: . Antworten mit Zitat

Ja, ich werde die Auszeichnung annehmen. Es ist für mich wichtig, dass die Leute sehen das bei diesem Unglück 3 Personen verletzt wurden.

War keine leichte entscheidung.......
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