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Was sind Depressionen?
DEPRESSION
DefinitionUrsachenSymptomeEinteilung und VerlaufSuizidgefahrBehandlungErfahrungsberichtDie dunkle InselLebensgeschichte: «Selbstmord oder neues Leben?»

GESCHICHTEN
KURZGESCHICHTE
Samstag 30.8.2014
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Depression heisst gemäss Duden «Niedergeschlagenheit» und leitet sich vom lateinischen Wort «Depressio» = niederdrücken, Senkung, ab.

Depressionen sind keine neue Erscheinung. Seit es schriftliche Zeugnisse gibt, finden sich Hinweise, dass Menschen an Depressionen gelitten haben So berichtet die Bibel von der Schwermut des ersten Königs der Juden, Saul, der sich schliesslich ins Schwert stürzte. Auch in neuerer Zeit litten zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in unterschiedlicher Ausprägung an Depressionen, etwa J. W. Goethe, CF. Meyer, Abraham Lincoln, Winston Churchill, Ingmar Bergmann, Rod Steiger.

Doch woran leiden und litten diese Menschen eigentlich genau? Ist die Krankheitsbezeichnung «Depression» mit der umgangssprachlichen Verwendung des Begriffs «depressiv» identisch ? Leidet beispielsweise die Grossmutter an einer Depression, wenn sie sich an einem regnerischen Sonntag als «ganz depressiv» bezeichnet? Ist die Tochter depressiv, wenn sie sich nach einer Liebesenttäuschung «die grösste Depression ihres Lebens» zuschreibt? Die umgangssprachliche Verwendung des Begriffs «Depression» verwirrt mehr, als dass sie hilft, die Depression als krankhaften Zustand zu verstehen. Enttäuschungen und Stimmungstiefs sind normale Gefühlsreaktionen. Schmerz und Trauer gehören ebenso wie Freude zum menschlichen Leben. Sie stellen nichts Krankhaftes dar. Erst wenn sie sich verselbständigen und ins Extreme gesteigert sind, bekommen sie Krankheitscharakter.

Eigentliches depressives Leiden verändert in tiefgehender Weise den ganzen Menschen. Seine Gefühle, sein Denken und Verhalten sowie die körperlichen Funktionen bis hin zum Stoffwechsel. Die Fähigkeit zum Erleben von Freude erlischt, das Denken wird kreisend, grüblerisch und selbstanklagend. An die Stelle von Traurigkeit tritt innere Leere, Gefühllosigkeit. Die Betroffenen klagen darüber, nicht mehr Fühlen zu können. Gleichzeitig erleben sie eine lähmende innere Blockade, die selbst Verrichtungen und Entscheide des Alltags zur Qual werden lässt Der Versuch, sich dagegen aufzulehnen, führt oftmals zu Unruhe und Schlaflosigkeit, wodurch die Blockade in einer Art Teufelskreis weiter verstärkt wird. Schliesslich erfahren Depressive eine Art Stillstand, sie erstarren in qualvollen Mauern, abgeschnitten von der Umwelt und ohne Zugang zu den eigenen Gefühlen Unter Umständen treten Wahngedanken oder Sinnestäuschungen hinzu. Solche schwerst depressive Menschen sind z.B. der festen Überzeugung, zu verarmen, innerlich abzusterben, am Unglück der Welt schuld zu sein oder sie vernehmen Stimmen, die ihnen ihre angebliche Wertlosigkeit einreden. Die Hoffnungslosigkeit kann so tief sei, dass die Selbsttötung den Betroffenen als momentan einzige Linderungsmöglichkeit erscheinen mag.

In anderen Fällen können körperliche Beschwerden wie z.B. Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme und Kopfschmerzen ganz im Vordergrund stehen, so dass zuerst verschiedene medizinische Abklärungen vorgenommen werden, ohne jedoch die Störungen genügend erklären zu können Erst im vertieften Gespräch gelingt es dann, die dahinterliegende, verborgene Depression zu entdecken.

Aus verschiedenen Untersuchungen weiss man, dass zu jedem Zeitpunkt ca. 5% der Weltbevölkerung an einer Depression leiden und dass mindestens 20% aller Menschen einmal in ihrem Leben daran erkranken. Dabei sind Frauen etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.
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